Belmot Oldtimer Grand Prix

Anfang August startete der 53. Belmot Oldtimer Grand Prix auf dem Nürburgring. Bereits seit 1973 gibt es dieses vom AvD mit einigen interessierten Clubs gegründete Event. Danach hielt sich die Bezeichnung  AvD Oldtimer Grand Prix bis 2022. Ein Jahr später hieß es nur Oldtimer Grand Prix, bevor die Oldtimer Spezial Versicherung Belmot die Oberhand übernahm und die äußerst beliebte Veranstaltung, die zu den größten Oldtimer Rennveranstaltungen Europas gehört, erfolgreich weiterführt.  

Vorkriegswagen, Formel-Boliden, GT und Tourenwagen, Prototypen ehemaliger Rennserien sind mit rund 500 Fahrzeugen aus D, GB, I, NL, F, S u.a. vertreten. Baujahre von Ende der 1920er bis Anfang der 80er Jahre treten in 20 Rennen an. 

Und jetzt ist schon Mittag, Holger und ich müssen erstmal ne Currywurst Spezial im alten Fahrerlager genießen bevor es weitergeht. Dumm nur, daß bei der Gelegenheit der Rundgang verpaßt wurde.

Viele neue Challenges wurden im Lauf der Zeit erfunden:  Vintage Sports Car Trophy, Interwetten Sports Car Challenge, Formula Heritage mit Monoposto-Rennwagen usw.  Geht man durch die Fahrerlager verliert man den Überblick was zu welcher Serie überhaupt noch gehört. Die Rennsport-Serienliste füllt eine ganze DIN-A4 Seite !  Ähnliches kennt man aus anderen Geschäftsbereichen womit man eine gewisse „Wichtigkeit“ hervorhebt. Dennoch kann man grob erkennen welche Kategorien gemeint sind. Aber egal, es hat auch was mit Internationalität zu tun und wenn man die Action sieht freut man sich wieder über den positiven Lärm. Gefühlsmäßig bzw. subjektiv gesehen, kommen nur die wenigsten an die 300 km/h Marke ran. Da gibt es nur die alten V8 Formel 1 und 12 Zyl. Prototypen sowie die aus der alten CanAm Serie hubraumstarken 2-sitzigen Lolas und McLaren. Wann die im Freitagstraining allerdings zum Zuge kommen muß man sich im Kopf schon „downloaden“. 

Es gab eine Zeit, da sahen die Renn-Tourenwagen so aus wie der obige Capri, man könnte damit im Winter Schnee von der Straße räumen. Das hier von Zakspeed entworfene Modell machte aber Sinn bei hohen Geschwindigkeiten und Erich Zakowski, 2023 verstorben, war nicht irgendwer in der Renn- und Tuning Branche. Mit diesem 500 PS Modell gewann man in den 70er/Anfang 80er Jahren mehrmals die Deutsche Rennsport Meisterschaft, u.a. Klaus Ludwig. Die Speed reichte fast an Formel 1 Geschwindigkeiten. Einer der Zakowski Söhne steuert das Familienunternehmen weiter !  

Wer heute hier am Ring am Steuer sitzt dürfte die Zuschauermasse kaum interessieren, man kennt die Fahrer nicht, es sei denn der Moderator macht darauf aufmerksam. I.d.R. sind es alte Rennfahrerlegenden, die just for Fun/Spaß mitmachen. So war auch mehrmals Pink Floyd Drummer Nick Mason in der Eifel. 

Mehrere Oldies sieht man auch abseits der Pit-Lane auf dem riesigen Arreal des Fahrerlagers.

Außerdem sieht man zahlreiche Sonderveranstaltungen, Märkte, Clubtreffen und aktuell findet eine Auktion/Versteigerung priv. Oldtimer statt. Hier bewegen sich die Einstiegspreise von ca. 12.000 EU bis zu hohen 6-stelligen Summen für meist Luxus- und Sportwagen von Mercedes, Porsche, Rolls-Royce, Mustangs, C1-Corvettes, Glas, BMW u.a.  Da kann man schwach werden, zum Ersten, zum Zweiten…da fliegt mir doch das Blech weg !  

Das ist der angebotene 68er Glas/BMW 3000 V8, wer kennt den noch – extrem selten 

Geschätzt 60 – 70 Fahrzeuge wurden angeboten 

Hier noch einige Eindrücke aus dem Fahrerlager an einem schönen entspannten Sommertag

Slick Reifen Gummischäler

Blicke vom AMG Tower  u.  von der Mercedes Tribüne (hinten)

 

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